Sonntag, 28. November 2010

Advent, Advent ein Lichtlein brennt

Weihnachten so weit in der Ferne verbringen ist eine Sache - aber ein paar Dinge dürfen nicht fehlen. das erste ist ein Adventskranz. So was gibt's hier nicht - jedenfalls nicht zum Hinstellen mit Kerzen, sondern nur zum Aufhängen. Und dann sehen die Dinger echt rustikal aus. Daher habe ich meine ganze Erfahrung vom Adventskranz binden mit meiner Cousine Alexandra zusammengenommen und selbst einen gebunden. Christian hat sich dann um das Basteln von Kerzenständern gekümmert. Nachdem ich sein erstes Modell aus Cola-Dosen nicht gewürdigt habe, hat er noch einen Versuch mit stabileren Dosendeckeln gewagt und die sind es dann auch geworden. Mit dem Ergebnis waren wir sehr zufrieden.

Das zweite was nicht fehlen darf sind Plätzchen - ohne Plätzchen geht ja gar nicht. Zwar haben wir festgestellt, dass ALDI Süd uns hier in USA mit allem essentiellen für die Weihnachtszeit (wie Lebkuchen, Spekulatius, Zimtsternen und Marzipanstangen) versorgt, aber so ein paar selbstgebackene Plätzchen sind schon auch wichtig. Christian hat sich Spitzbuben und Butterplätzchen gewünscht und daher habe ich für Sonntag nach Thanksgiving Clara und Simone zum Plätzchen backen eingeladen. Wir haben unseren Esstisch in die Mitte der Küche geräumt und die restliche Arbeitsfläche frei gemacht und schon ging's los. Zuerst mit den Spitzbuben mit meinem super tollen Ausstecher und dann mit Butterplätzchen.
Die letzteren haben wir dann in 8 verschiedenen Farben verziert. Richtig amerikanisch halt. Zusammen hat es aber richtig Spaß gemacht und die Zeit ist wie im Flug vergangen.

Jetzt müssen wir die nur noch alle aufessen...

Sonntag, 7. November 2010

Cheese Originals

Während wir am Sonntag morgen gerade beim Frühstück sitzen, bekomme ich einen Anruf von meinem Chef: Tim. Komisch, denke ich mir. Ich kann mir kaum vorstellen, was es dringendes für die Arbeit zu besprechen gibt.
Und es gab natürlich auch nichts. Tim hatte Tickets für das "Wisconsin Cheese Originals Annual Festival" am selben Tag und konnte selbst nicht hin. Nachdem er vier Tickets hatte, und die Mädels so schnell nicht umdisponieren konnten, haben wir die zwei neuen Studenten, Stefan und Florian, mitgenommen.
Das Festival fand in der Monona Terrace statt - dem von Frank Lloyd Wright erdachten Convention Center. Das war eine super Gelegenheit, das Center mal von innen anzusehen... und natürlich Käse zu probieren. Beim Einlass bekam jeder eine knallrote, große gesteppte Thermostasche, die zum Einkaufen spitzenmäßig sind. Und dann sind wir mit unsern Taschen los, um den Käse zu bestaunen und zu kosten. In einem Raum so groß wie der Spielplatz gegenüber unserem Haus waren 6 Reihen mit Käse, Schokolade, Saucen (z. B. Howling Wolf BBQ Sauce) und Knabberzeug aus regionaler Erzeugung aufgebaut. Das war auch alles ganz lecker - nach 15 Minuten waren wir aber durch und damit auch am Ende unseres Festival-Besuchs. Und die Moral von der Geschicht: Nur weil viele Leute davon schwärmen und die Eintrittskarten ein bisschen was kosten, muss so was in USA nicht heißen, dass es dort viel zu sehen gibt. Der Weg ist vielmehr das Ziel...
...und die Monona Terrace ist wirklich einen Ausflug wert!