Heute war ich beim Zahnarzt, um mir ein paar kleine Löcher auffüllen zu lassen.
Nun, was gibt es dazu wohl zu bloggen?
Einiges, denn der Zahnarztbesuch ist hier ganz anders als ich ihn in Deutschland bis jetzt erlebt habe. Hier muss man zwar auch hin, weil es nicht anders geht...trotzdem wird man serviceorientiert bedient.
Nachdem ich angekommen bin wurde mir erstmal erklärt, was die nächsten 60 bis 90 Minuten mit mir passiert. Dann wurde mir die Lachgaszufuhr aufgedreht und mein Lieblingsradiosender eingestellt, damit ich mich erst einmal ein paar Minuten zurücklehnen und entspannen konnte. Dann wurde mir der Gaumen mit Hilfe eines Wattestäbchens leicht betäubt, damit ich die eigentlichen Betäubungsspritzen nicht so spüre. Während der ganzen Zeit habe ich Musik auf den Kopfhörern und nur, wenn der Arzt mir was erklären will dreht er leiser.
Dann ging's and Löcher aufbohren bzw. reinigen und aufrauhen. dazwischen habe ich immer etwas Zeit bekommen, um mein Gebiß zu entspannen. Dann kam die Füllung rein...erst eine links, dann eine rechts und schon war ich fertig. Für die letzten paar Minuten Feinschliff wird von Lachgas auf Sauerstoff umgestellt, damit man wieder aus dem "careless"-Zustand zurückkommt und im Anschluß auch Auto fahren kann.
Ich habe mich noch nie so gut betreut, beraten, informiert und auch entspannt beim Zahnarzt gefühlt. Einsame spitze...so nen Zahnarzt will ich in Deutschland auch!
Montag, 14. November 2011
Sonntag, 6. November 2011
Badger Football Rituale
Die Badgers haben diese Saison so gut gespielt, dass wir bschlossen haben, dass wir uns auch mal ein Spiel anschauen wollten. Jon hat eigentlich immer Karten über oder kann welche besorgen. Am Ende sind, Jon, David Clay und David Wright, Christian und ich am Samstag zum Spiel gegangen. Obwohl ich direkt neben dem Camp Randell Stadium arbeite, war ich seit meinem Crazy Legs Lauf nicht mehr hier gewesen. Aber auch heute hat das Stadium gebebt. Wir hatten Karten für die Student section, was im Grunde hieß, dass wir während dem ganzen Spiel stehen und anfeuern mussten :-)Während mich das Spiel selbst nicht so wirklich interessiert, sind die Rituale doch richtig lustig und die Student section hat auch noch besonders viele davon.Zu den Highlight gehören die Auftritte der UW Marching Band, der besten Marching Band im College-Football USA weit. So sieht das aus:
Die Band traniniert 5 mal die Woche für 2 Stunden, spielt den Einzug, in den Pausen und im 5. Viertel, also nach dem Spiel. Dieses 5th Quarter ist auch eine UW Spezialität.
Dazu kommen dann noch zwei Cheer leading Gruppen; die eine gemischt und die andere nur Mädels.
Das Higlight ist das Maskottchen Bucky, der natürlich das Publikum anheizen muss und nach jedem Touchdown so viele Liegestütze machen muss wie die Badgers Punkte haben. Das kann schon mal an die 72 Stück sein und die Studenten zählen mit!
Berühmt sind auch die Laola-Wellen, die von der Student-Section initiiert werden. Es gibt 3 unterschiedliche Geschwindigkeitsstufen, Richtungswechsel und ein Splitwave. D. h. die Welle teilt sich plötzlich in der Mitte und geht in beide Richtungen auseinander.
Und dann gibt es noch die vielen Songs während des Spiels und die Zeichen, die man bei bestimmten Moves machen muss. Hier ein paar an die ich mich erinnern kann:
- Zwischen dem 3. und 4. Quarter wird "Jump around" gespielt und gehüpft!
- Wenn die Gegner auf den field post spielen, rufen wir "Lose that goal!"
- Wenn im ersten Spielzug erfolgreich getackelt wird, schreit man "First & Ten Wisconsin".
- Dann gibt es noch bestimmte Spielzüge, bei denen mit den Schlüsseln gerasselt oder schräg in die Hände geklatscht werden muss.
- Am umstrittensten ist der Brauch, dass die beiden Sections sich irgendwann im verlauf des Spiel anschreien. Während die O-Section "F___ you!" ruft, antworten die Studenten in der M-Section "Eat S___!". Zu diesem Brauch gibt es ständig Kontroversen.
Zu den wichtigsten Songs nach dem Spiel gehört "Teach me how to Bucky":
Abonnieren
Kommentare (Atom)