Na, wer wird einen denn so verabschieden? Das ist meine Busfahrerin, wenn ich den Bus um 5:51 pm ab Campus and Babcock erwische. Da kann mein Abend ja nur gut werden, oder?
Heute war mein zweiter richtiger Arbeitstag und ich denke, dass es ganz gut läuft. Ich habe heute eine Bestätigung bekommen, dass ich im Juli an einer Konferenz in Banff, Canada, teilnehmen kann. Banff ist ein Nationalpark in der Nähe von Calgary. Das könnte also ganz nett werden:-) Damit alles gut klappt, schreibe ich jetzt fleißig an meinem Paper für die Konferenz.
Wir haben ein Großraumbüro, in dem mehrere Cubicles (durch Stellwände abgetrennte Arbeitsplätze) eingezogen sind. Das ist eigentlich ganz praktisch und da ich hauptsächlich Simulationen am Rechner durchführen werde, brauche ich auch nicht soviel Abstellplatz wie in Erlangen, wo ich jede Menge Proben und Versuchsvorrichtungen unterzubringen hatte.
Montag, Mittwoch und Freitag besuche ich jeweils eine von Tim´s (mein Professor) Vorlesungen, damit ich leichter mit dem Fachvokabular vertraut werde und die Vorlesungen kenne, wenn ich mal einspringen muss.
An der Uni gibt es keine wirkliche Mensa, da die Studenten in den Wohnheimen versorgt werden. Es gibt aber einige Cafeterias, Sandwich-Shops und etwas weiter entfernt (10-15 Minuten) auch ein paar Restaurants. Daher bringen die meisten meiner Kollegen etwas mit und wir essen zusammen im Büro. Wir haben hier zwar nicht so einen schönen Aufenthaltsraum wie in Erlangen :-), aber es ist trotzdem ganz schön.
Dienstag, 23. Februar 2010
Montag, 22. Februar 2010
Busfahren
Was damals in North Carolina verpöhnt war, ist hier richtig chic: Busfahren!
Damit kann man nämlich sein Umweltbewusstsein zeigen...Madison ist einfach eine ganz besondere Stadt!
Da das Parken am Campus absichtlich sehr teuer ist, werde ich für den Arbeitsweg wohl auch beim Busfahren bleiben. Im Moment steige ich direkt vor meinem Gebäude am Campus aus. Das ist also auch super easy.
Die Pläne sehen hier ein bisschen anders aus als bei uns:
Das beste sind aber die Fahrradständer. An jedem Bus kann man vorne einen Fahrradständer ausklappen, auf dem bis zu 3 Fahrräder Platz finden. Die werden dann mit einem Hebel befestigt und schon geht´s los. Das ist echt richtig cool.
Damit kann man nämlich sein Umweltbewusstsein zeigen...Madison ist einfach eine ganz besondere Stadt!
Da das Parken am Campus absichtlich sehr teuer ist, werde ich für den Arbeitsweg wohl auch beim Busfahren bleiben. Im Moment steige ich direkt vor meinem Gebäude am Campus aus. Das ist also auch super easy.
Die Pläne sehen hier ein bisschen anders aus als bei uns:
- Die Haltestellen werden immer als Straßenkreuzungen angegeben, z. B. High Point - Old Sauk (da steig ich im Moment ein), so kann man sich mit ein bisschen Straßenkenntnissen recht schnell zurecht finden
- Die genauen Abfahrtzeiten werden im Ride Guide (gibts in jedem Bus) nicht für alle Haltestellen, sondern nur für ein paar Knotenpunkte entlang der Linie angegeben. Die Pläne sind deshalb viel kürzer als in Deutschland.
- Damit man trotzdem nicht in der Kälte stehen muss, um auf seinen Bus zu warten, kann man die Position der Busse auf der Linie bei Google Maps einsehen, weil die Busse alle GPS haben: Transit Tracker (meine Linie ist die Route 15)
Das beste sind aber die Fahrradständer. An jedem Bus kann man vorne einen Fahrradständer ausklappen, auf dem bis zu 3 Fahrräder Platz finden. Die werden dann mit einem Hebel befestigt und schon geht´s los. Das ist echt richtig cool.
Sonntag, 21. Februar 2010
american bureaucrazy
Damit ich Tag und Nacht an der Uni arbeiten kann, musste ich natürlich ein paar Formalitäten erledigen: mich als Stipendiatin melden, meine Krankenversicherung bezahlen, meine ID abholen (auf der dann später die Zugangsberechtigung für meine Gebäude programmiert wird) und alle anderen Schlüssel einsammeln. Da diese Sachen nur in einer bestimmten Reihenfolge erledigt werden können, musste ich am Donnerstag also ein paar Mal über den Campus laufen, um alles einzusammeln. Und überall durfte ich wieder ein Formular ausfüllen - obwohl meine Daten alle schon im System gespeichert waren. Aber zur Sicherheit muss das schon sein!
Meine Route war also wie folgt:
bureaucrazy auf einer größeren Karte anzeigen
Am Montag versuche ich dann meine Social Security Number zu beantragen :-)
Wahrscheinlich ist das an jeder größeren Uni in USA so und irgendwann werden wird auch in Deutschland so weit sein. Was ich aber wirklich positiv hervorheben muss, ist die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit, die ich auf diesem Weg erlebt habe. Nicht nur dass ich überall gefragt wurde, wie es mir geht und ob alles in Ordnung ist, aber auch bei der kleinsten Frage habe ich eine freundliche und ausführliche Antwort bekommen. Und natürlich die allerbesten Wünsche für den Rest meines Tages.
Man kann dabei über die Aufrichtigkeit der Amis denken, was man will, aber es fühlt sich einfach besser an, wenn jemand am Schalter oder auf der Straße nett zu Dir ist. Ich find das super!
Meine Route war also wie folgt:
- Ins Payroll Office um mich zu melden und zu erfahren, was ich alles machen muss
- von da zur Memorial Union, um ein Foto von mir machen zu lassen und meine ID abzuholen
- weiter zur East Campus Mall, um meine Krankenversicherung zu beantragen (Formular) und zu bezahlen
- zum Transportation Service in 21 North Park, um meine kostenlose Busfahrkarte abzuholen (Formular)
- hoch in den 5. Stock, um mich bei der Visa-Stelle zu melden (Formular)
- zurück in mein Gebäude (zum Dean) um meine Schlüssel zu beantragen (Formular)
- das Formular musste mein Professor unterschreiben
- dann wieder hoch zum Dean
- von dort mit ein paar Zetteln zur East Campus Mall, wo auch die Kasse ist, um ein Pfand für die Schlüssel zu hinterlegen
- zurück zu meinem Gebäude, ins Büro vom Dean und die Schlüssel holen
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Am Montag versuche ich dann meine Social Security Number zu beantragen :-)
Wahrscheinlich ist das an jeder größeren Uni in USA so und irgendwann werden wird auch in Deutschland so weit sein. Was ich aber wirklich positiv hervorheben muss, ist die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit, die ich auf diesem Weg erlebt habe. Nicht nur dass ich überall gefragt wurde, wie es mir geht und ob alles in Ordnung ist, aber auch bei der kleinsten Frage habe ich eine freundliche und ausführliche Antwort bekommen. Und natürlich die allerbesten Wünsche für den Rest meines Tages.
Man kann dabei über die Aufrichtigkeit der Amis denken, was man will, aber es fühlt sich einfach besser an, wenn jemand am Schalter oder auf der Straße nett zu Dir ist. Ich find das super!
Mittwoch, 17. Februar 2010
Angekommen
In Madison selbst ist es ungefähr so kalt wie bei uns. Trotzdem fühlt sich die Luft eisiger an. Wenn ich mich daran nicht gewöhne, brauch ich nächsten Winter eine Sturmmaske. Es wird ja noch kälter! Hier wird ab jetzt aber auch täglich wärmeres Wetter erwartet. Mein Timing war also ganz gut.
Am Flughafen in Madison war im Vergleich zu Chicago nichts los. Außer meinen 49 Mitreisenden war da einfach niemand, außer den armen Kerlen von den Autovermietungen. Fand ich auch super, weil ich mich zu deisem Zeitpunkt (6 p.m.) schon gerne ins Bett gelegt hätte.
Nachdem mich mein kolumbianischer Kollege William am Flughafen abgeholt hat, habe ich dann mein "fully equipped" Studio bezogen. Hier habe ich - wie gehofft - alles, was ich für die ersten Tage brauche, so dass ich erstmal 4 Wochen hier bleibe.
Nachdem mich mein kolumbianischer Kollege William am Flughafen abgeholt hat, habe ich dann mein "fully equipped" Studio bezogen. Hier habe ich - wie gehofft - alles, was ich für die ersten Tage brauche, so dass ich erstmal 4 Wochen hier bleibe.
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