Samstag, 25. September 2010

Cranberry-Fest in Warrens, WI

Dieses Wochenende sind wir in den Norden gefahren. Nach knapp zwei Stunden sind wir in Warrens angekommen. Ein Nest - da ist sicher 11 Monate und 25 Tage nichts los, aber sobald das Cranberry Festival ansteht, erwacht die Stadt zum Leben. Das Fest ist so groß, dass wir auf einem der 3 Grossparkplätze außerhalb der Stadt parken mussten. Von dort sind wir dann vorbei an zahllosen Verkaufsbuden in die Stadt gelaufen. Neben echten Antiquitäten und Handwerkskunst gab es auch jede Menge Gemüse-, Wurst- und natürlich Cranberry-Stände. Dazwischen haben sich dann auch immer mal Ramschverkäufer gemischt. Deren Zahl ist aber mit Annäherung an die Stadt immer kleiner geworden.
Erstes Highlight war eine Cranberry-Marsh-Tour. Mit dem gelben Schulbus raus auf die Felder oder cranberry beds, wie das hier heißt und dann Landmaschinen bestaunen. Das wäre was für Quirin gewesen. Der Anbau ist aber wirklich interessant. Die Felder sind schmaler als bei uns - vielleicht so 20 Meter, aber sehr lang. Zwischen den Feldern sind breite Wege für die Maschinen und Fahrzeuge und jetzt kommt der Clou. Die eigentlichen Felder liegen einen Meter tiefer - ausgeschachtet. Hier wachsen die kleinen Büsche voll mit cranberries. Zur Ernte werden die beds dann soweit mit Wasser gefüllt, das die kleinen Äste gerade noch rausschauen. Dann fährt ein Bulldog mit Bürste durch und bewegt die Äste. Davon fallen die Cranberries dann schon ab. Durch die 4 Luftkammern in den Früchten schwimmen die auf dem Wasser. Dann werden die beds komplett mit Wasser gefüllt und die Beeren schwimmen oben.
Zum "Einfahren" der Ernte werden die Beeren dann mit einer langen schwimmenden Barriere in einer Ecke zusammengefasst. Das sind so ähliche Ketten wie im Schwimmbad die Abtrennung zwischen Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken. So zusammengefasst werden die Beeren dann abgesaugt und geerntet. Das ist doch mal was!
Leider fängt die eigentliche Ernte erst am ersten Oktoberwochenende an, so dass wir in 2 Wochen noch mal in die Gegend fahren , um dann entlang des Cranberry-Highway die eigentliche Ernte zu bestaunen. Dann gibt's auch ein paar mehr Bilder.
Natürlich haben wir auch fleißig Cranberries eingekauft und suchen jetzt nach Rezepten zum Verarbeiten. Ein leckeres Rezept für einen Smoothie habe ich schon gefunden - aber dafür gibt es ja nen anderen Blog :-)

Sonntag, 19. September 2010

We are sailing!

Grillen im September klingt ja je nach Landstrich schon mal sportlich. In Madison ist das aber noch in Ordnung, weil wir zwar nur noch an die 20 °C haben, aber bei Sonnenschein noch ganz schoen auf den Pelz gebrannt bekommen. Viel sportlicher ist dagegen auf einem Segelboot zu Grillen - natuerlich auf dem See!
Ein Bekannter ist Instructor im Segelclub der Uni und hat eines der grossen Segelboote (ca. 8 m lang) ausgeliehen und uns zum Turn eingeladen. Der Club verfügt auch über einen Grill, den man an der Reling anschrauben kann.
Daher sind wir am Sonntag mittag zur Memorial Union gefahren und dann fuer ca. 6 Stunden auf dem Lake Mendota gesegelt. Der Wind war ganz ruhig, so dass die Jungs schon mal zeigen mussten, was man aus mäßigen Windverhrältnissen so rausholen kann. Und sie haben es auch geschafft uns zu beeidrucken. Christian und ich haben beide 'ne ganze Weile gesteuert, dazwischen Brats und Veggieburger gegessen und die Kühle Brise genossen.
Der Sport gefällt uns - wo können wir uns anmelden? Am Freitag geht's vielleicht noch mal raus...yippie!

Samstag, 18. September 2010

a stroll in the park

Der Botanische Garten in Madison heißt Olbrich Gardens und ist eine ansehnliche Parkanlage, die durch Spenden erhalten wird und daher keinen Eintritt an und für sich kostet. Die Gärten sind sehr schön angelegt und typisch für USA ist hier alles ganz toll erklärt.
Das Highlight ist neben dem Tropenhaus der Thai-Pavillion. Der Wurde der Universität Madison geschenkt und diese hat wiederum den Botanischen Garten als Aufstellungsort ausgewählt.
Zum Aufbau sind Handwerker aus Thailand angereist, weil natürlich der Aufbau, aber auch die komplette Verzierung vor Ort angebracht wurde. Der Pavillion ist mit Blattgold verziert und ca $1.5 bis 2 Millionen wert. Eine weitere Besonderheit ist, dass er komplett ohne Nägel und Schrauben, sondern nur durch Steckverbindungen zusammenhält. Außerhalb Thailand's gibt es nur 3 weitere...einer in Hamburg, der nächste in Norwegen und einer auf Hawaii. Das Areal um den Pavillion ist auch ganz toll angelegt - so authentisch wie es das Klima in madison eben zulässt. Es bietet jedenfalls Spaß für Jung und Alt!

Sonntag, 12. September 2010

Treffen deutscher Nachwuchswissenschaftler in Boston

Um 4 Uhr früh bin ich aufgestanden, um 6 Uhr in Madison abgehoben und mit Zwischenlandung in Milwaukee kurz vor 11 Uhr am Logan Airport in Boston angekommen. Dann ging's nach Cambridge ins Marriott-Tagungshotel. Leider konnte ich nicht gleich einchecken, aber viel Zeit hatte ich eh nicht, weil die erste Session schon um 12 Uhr losgegangen ist.
...und dann war ich aber überrascht, wieviel Teilnehmer/Postdocs dem Ruf nach Boston gefolgt sind und vorallem wer alles aus Deutschland angereist war, um Werbung für den Wissensstandort Deutschland zu machen. Neben ca. 250 Postdocs waren nochmal an die 150 Hochschulvertreter, Politiker und Vertreter von Förderorganisationen vertreten. Das Programm hat hat sich wie das Who-is-who der Hochschullandschaft gelesen.
Nach den ersten beiden Panels konnte ich dann endlich einchecken und mich umziehen. Nach 30 Minuten ging's dann aber mit dem ersten Workshop der Veranstaltung weiter und zum Abendessen waren wir ins Microsoft NERD Center eingeladen - non-stop Networking und Wissensaufnahme! Nachdem ich dann eh schon so lange auf war, dass ich die Müdigkeit überwunden hatte, haben wir die Barszene in der Nähe des Campus noch etwas unsicher gemacht.
Am Samstag ging das Programm dann um 8 Uhr mit Frühstück weiter und endete um 11 Uhr bei einem Empfang des Auswärtigen Amts. Nach dem Tag war ich aber so erledigt, dass ich direkt ins Bett gefallen bin. Ich rede ja wirklich gerne, aber das war auch für mich ein bisschen viel!
Am Sonntag war die Veranstaltung dann zwar um 12 Uhr zu Ende, ich hatte mich aber für einen Zusatzworkshop angemeldet. Nachdem ich jetzt 2 Tage lang alles über Fördermöglichkeiten für Nachwuchswissenschaftler, alternative Karrierewege und Neuerungen in der Uni-Gesetzgebung gehört hatte, habe ich noch gelernt, wie man am besten seine internationalen Kontakte aufbaut und pflegt.
Nach der ganzen Infoaufnahme bin ich zur Krönung der Reise noch durch die Newburystreet geschlendert. Dort habe ich mit einer anderen Teilnehmerin bei einem Cosmopolitan auf das anstrengende, aber schöne Wochenende angestoßen. Viel habe ich von Boston diesmal nicht gesehen, aber zum Einen, war ich ja schon mal da und zum Anderen ist die Antec-Konferenz nächstes Jahr auch in Boston. Ich komme also wieder - und das nächste Mal mit Christian!