Samstag, 20. März 2010

Ans andere Ende der Stadt

Erfolgreich Umgezogen!
Am Donnerstag morgen hab ich meine Sachen im Hotel gepackt, ins Auto geladen und bin zu meinem neuen Apartment gefahren. Dort hab ich vom property manager die Schlüssel bekommen und konnte einziehen.
Das tolle an der Wohnung ist, dass ich den Mietvertrag von einem Päarchen aus Californien übernommen habe, die nach knapp zwei Jahren in Madison zurück nach Hause ziehen wollten. Da der Umzug der Möbel einige tausend Dollar gekostet hätte – immerhin ist man auf der Straße 4 Tage unterwegs – haben sie sich entschlossen, dem Nachmieter ihre ganzen Möbel zu schenken. Naja, und der Nachmieter bin eben ich!
D. h. ich bin am Donnerstag in eine voll möblierte Wohnung eingezogen, deren kompletter Inhalt jetzt mir gehört.
Ich führ euch mal ein bisschen. Wenn man die Wohnung betritt, ist linker Hand ein Garderobenschrank und rechts ist das Wohnzimmer. Hier sind im Moment die Sofaecke und der Arbeitsplatz. Fernseher hab ich noch keinen, dafür aber schon das Sideboard.
Das Wohnzimmer ist zur Küche und zur Essecke offen, was die ganze Wohnung sehr großzügig macht. Die Küche ist die größte, die ich bisher hatte. Ich hab dort eine Spülmaschine, einen Müllzerkleinerer im Waschbecken (garbage disposal), einen Herd mit Ofen und jede Menge Kleinkram (Blender, Zitruspresse, Staubsauger,…), die ich den beiden für einen günstigen Preis abgekauft habe. Der Ofen reinigt sich selbst und piepst, wenn er die eingestellte Temperatur erreicht hat. Lustig war außerdem, dass die beiden das gleiche Geschirr hatten wie ich – jetzt hab ich quasi Ausstattung für 18 Personen!
Hier bin ich in der Küche kurz nach dem Frühstück. Deswegen steht da auch noch mein Teller und die Pfanne für die Spiegeleier rum.

Vom Wohnzimmer geht es links weiter ins Bad. Hier steht gleich Waschmaschine und Trockner und auch hier hab ich einen Riesen-Wandschrank zum Verstauen. Zwar habe ich nicht viel, was ich rein tun kann, aber selbst wenn man mehr hat, braucht man keine extra Schränke zu kaufen.
Weiter geht´s in Schlafzimmer. Hier haben wir ein queen-size-bed mit Kommode und Spiegel. Das ist die typische Kombination, wenn man Schlafzimmereinrichtung kauft.
Der Braunton gefällt mir ganz gut und ich habe die ersten beiden Nächte super geschlafen. Mit der Bettwäsche habe ich erst ein wenig gekämpft, aber jetzt habe ich das richtige gefunden. Ein normales amerikanisches Bett ist nämlich folgendermaßen aufgebaut: Auf das Gestell kommt die Matratze, die ca. 20 cm hoch ist. Darauf kommt ein Matratzenschonbezug, der mehr oder weniger Stark wattiert ist und auf die Matratze gespannt wird. Darauf kommt dann wahlweise noch eine Daunenunterlage oder gleich das Bettlaken (fitted sheet). Dann kommen jede Menge Kissen, von denen aber nur zwei benutzt werden. Und als Zudecke hat man wieder ein Laken (sheet) und einen Quilt oder etwas ähnliches wie eine Tagesdecke (Comforter). Im Winter kann man eine Wolldecke zwischen sheet und comforter legen.
Die ganzen sheets, pillow cases und den comforter kauft man dann immer in farblich passenden Sets für $ 150-500.
Ich hab nach einigem Suchen dann aber einen Down Comforter (unser normale Daunendecke in Übergröße) gefunden und mir dazu die Bezüge und das Bettlaken gekauft. Damit bin ich wie gesagt sehr zufrieden. Donnerstag Abend habe ich dann allerdings 20 Minuten gebraucht, um das Bett zu beziehen. Der Comforter hat eine Größe von 2,5 x 2,5 m. Da ist das Beziehen dann schon nicht mehr so leicht.
Zu guter letzt haben wir natürlich noch den begehbaren Kleiderschrank.
Hier ist jede Menge Platz für Klamotten, aber auch für Koffer und anderen Krimskrams.
Heute Nacht hat es dann noch mal geschneit, so dass ich heute morgen beim Blick aus dem Fester auf eine geschlossene Schneedecke geschaut habe.
Das macht mir aber nix, weil mein Auto steht ja in der beheizten Tiefgarage. Die muss ich auch noch fotografieren. Hier gibt es nämlich ein genauso fortschrittliches Mülltrennungssystem wie bei uns. Das muss natürlich auch dokumentiert werden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen