Nachdem wir vor hatten im Morgengrauen aufzubrechen, am Vorabend aber bis spät in die Nacht im Kino waren, sind wir dann um 9 am endlich gestartet. Nach drei Stunden Fahrt haben wir endlich den Mississippi bei La Crosse überquert. Da sieht man mal was ein breiter Fluss ist!
Die Reise geht weiter durch Minnesota auf dem Hwy 14. Wir sehen stundenlang kein anderes Auto. Zur Stärkung essen wir in einem Diner Caramel Apple Pie und Strawberry Pie with whipped cream.
Danach geht's weiter durch South Dakota ins Capital Pierre. Dort nehmen wir die Sehenswürdigkeiten der Stadt wie das Capitol in Augenschein und mischen uns in einer Country Kneipe unter die Einheimischen. Kurz vor Mitternacht schalgen wir unser Lager in einem Super 8 Motel auf.
Samstag, July 10th:
Nach einem Frühstück mit selbstgemachten Waffeln (haben wir echt selbstgemacht; man zieht sich Waffelteig aus dem Automaten und gibt es in ein vorgeheiztes Eisen, über einen Kontakt startet der Timer und das Eisen piept sobald die Waffel fertig ist) setzen wir über den Missouri river über und besichtigen die Stadt Fort Pierre. Hier war um die Jahrhundertwende das Pelzhandelszentrum der Welt. Trotz langem Suchen können wir davon jedoch keine Spur mehr entdecken.
Wir setzen die Reise nun auf dem Hwy 14 bis nach Wall fort. In dieser Touri-Westernstadt können wir uns über die Gebräuche beim Anlocken und Veräppeln von Kunden vertraut machen. Die Stadt ist sehr schön gestaltet, es geht hier aber hauptsächlich um den Verkauf von Indianer-Schmuck made in China. Das muss man mal gesehen haben.
Von hier nehmen wir die Interstate 90 über Rapid City weiter auf dem Hwy 44 /385 in die Black Hills.
Die Landschaft hat ihren eigenen Reiz und erinnert uns hier und da an den Schwarzwald, aber auch ans Allgäu - dichter Nadelwald auf meist sanften Hügeln. In den Bergen legen wir dann eine Pause am See ein.

Unser erstes Zwischenziel liegt nun unmittelbar vor uns: Mt. RushmoreKurz nach unserer Ankunft müssen wir uns wegen eines severe thunderstorm warnings nach einer Unterkunft im nahegelegenen Ort Keystone umsehen.Um die Reisekasse wieder etwas aufzubessern, machen wir eine Tour durch die Big Thunder gold mine, und lassen uns im Anschluss in die Kunst des pannings (Gold Waschens) einweisen. Christian stellt sein Glück gleich auf die Probe und findet auch Gold. Vielleicht überdenken wir mal unsere Jobs und wechseln von der Erforschung neuer Gebiete zum Abbauen von Gold.
Nach diesem Erfolg fahren wir zurück zum Mt. Rushmore und wandern im Abendrot am Fusse des Berges auf dem Presidential trail. Nach Sonnenuntergang setzen wir uns ins Amphitheater und bestaunen die night show am Berg. Zuerst erklärt uns ein park ranger die Bedeutung des monuments. Im Anschluss daran wird ein Film über die vier Presidenten Washington, Jefferson, Lincoln und Roosevelt vorgeführt. Den Abschluß bildete dann die Light show auf die Köpfe der Presidenten, das gemeinsame Singen der Nationalhymne (Gänsehaut-feeling) sowie die Versammlung aller anwesenden Veteranen und das Abnehmen der Flagge auf der Bühne.
Sunday, July 11th:
Von Keystone geht es heute weiter durch die Blackhills gen Süden. Von vielen Aussichtspunkten entlang des Weges ist der Mt. Rushmore noch zu erspähen. Unsere Tour führt uns durch den Custer State Park. Dabei wechseln wir von Nadelwäldern zu Prairie und Steppe. Entlang der Straße sehen wir blue birds, Burros (Esel), Pronghorns (ähnlich wie Steinböcke) und als Höhepunkt eine ganze Büffelherde. 
Die Tiere sind sehr beeindruckend und erhaben. Sie lassen sich durch unsere Anwesenheit nicht aus der Ruhe bringen - und das obwohl Jungtiere dabei sind. Beim Weiterfahren können wir in der Ferne hinter einer Baumkette eine noch größere Herde von mehr als hundert Büffeln erkennen.
Zur Entspannung nach der ganzen Aufregung nehmen wir nun wieder eine etwas eintönigere Route - durch grassland natürlich. Über eine Schotterpiste kürzen wir vom Hwy 40 auf den Hwy 44 ab. Dabei durchfahren wir bereits den Badlands National park, der in diesem Abschnitt Buffalo Gap grassland heißt.
Hier halten wir an, um die Landschaft zu erkunden. Wir sammeln unzählige Steinproben zur genaueren Inspektion nach unserer Rückkehr (voraussichtlich in einer Vase). Danach ist wieder eine Bevölkerungsstudie angesagt: Wir halten an einem Country Diner mit Tankstelle an den Crossroads von county road 583 auf Hwy 44 und nehmen ein Snickers und Kaffee zu uns. Die Einheimischen sind sehr freundlich und berichten uns viel über ihre Lebensweise wie das Farmleben und die Viehwirtschaft.
Nach dieser Stärkung nehmen wir endlich Kurs auf den eigentlichen Teil des Badlands National Park. Wir genießen den wunderschönem Ausblick auf die ehemalige Welt unter Wasser. Durch die unterschiedlichen Sedimentationsschichten sind die Berge hier buntgestreift.In der Mitte unserer Durchquerung beginnt es zu regnen, Beim Verlassen des Parks ist der Regen jedoch zu einem Thunderstorm angewachsen.
Daher beschließen wir unsere Fahrt solange fortzusetzen bis der Regen nachläßt. Kurz bevor wir 1880 town passieren, hört der Regen auf. Wir halten an, um das Auto zu inspizieren. Die bei der Fahrt der letzten Tage entstandene Chitinpanzer-Kruste wurde komplett vom Auto gewaschen. In 1880 town besichtigen wir die Originalkulisse von "Dancing with wolfes" und sehen einen richtigen Westernsaloon.
Den Rest des nachmittags und Abends fahren wir weiter gen Osten auf der I 90 und erleben einen traumhaften Sonnenuntergang zur linken der Straße und ein Gewitter zur rechten.
Monday, July 12th:
Wir brechen unser Nachtlager in Sioux Falls ab und betrachten die Umgebung. Wir haben die Stadt vergangene Nacht erst bei Dunkelheit erreicht und noch gar nicht in Augenschein nehmen können. Wir bewundern die zwei stufigen Wasserfälle des Big Sioux rivers und besichtigen die größte Cathedral in USA. Leider wird diese gerade renoviert, so dass wir fast ausschließlich die Fassade betrachten können. Dies war dann auch der letzte Stop auf unserer Route. Christian fährt den Rest der Strecke gerade in einem Rutsch durch.
Zu Hause zeigt unser Tacho eine Sztrecke von 1,760 Meilen an. Zufrieden und glücklich, ob der vielen tollen Eindrücke erklären wir unseren ersten roadtrip für erfolgreich abgeschlossen und erholen uns nun von den Strapazen der Reise.
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