Heute sind wir bereits vor Sonnenaufgang aufgestanden, um rechtzeitig zur ersten Tour des Tages bei der Cranberry Ernte zu zusehen. Nach 2 Stunden Fahrt gen Norden, sind wir dann kurz vor 9 Uhr in Wood County angekommen. Zuerst haben wir etwas über die Geschichte des Cranberryanbaus in Wisconsin und Nordamerika im Allgemeinen erfahren. Z. B. wurde bis vor 15 Jahren noch über 90% der deutlich kleineren Ernte rein für die Feiertage Thanksgiving und Christmas angebaut. Seit aber Cranberry-Saft und auch getrocknete Cranberries weltweit immer beliebter werden, hat der Anbau deutlich zugenommen. Nach dieser kurzen Einführung ging es aber direkt raus auf die Felder.
Die Hälfte der Farmfläche besteht aus Wasserreservoirs, die zum Bewässern der Felder gebraucht werden. Ein weiterer, eher kleiner Teil, besteht aus Sandbecken und der Rest sind natürlich die cranberry beds. Bei der Ernte wird das Beet geflutet, bis nur noch die Spitzen der Sträucher herausstehen (rechts im Bild). Dann wird mit einem Mini-Drescher durchgefahren und die Cranberries von den Sträuchern abgeschlagen (links im Bild). Danach wird das Beet dann komplett geflutet, die Cranberries mit einer Absperrung auf einer Seite gesammelt und über ein Transportband auf Trucks geladen. Die Männer im Wasser ziehen die cranberries Richtung Transportband und ein kleiner Bulldog zieht die gelbe Absperrung enger bis das Beet abgeschöpft ist. (Der letzte Schritt ist im Film zu sehen. Der Ton muss richtig laut gedreht werden, weil meine Stimme durch den Wind recht leise geworden ist.)
Die Farben sind der Hammer und bei strahlendem Sonnenschein am frühen Morgen war der Anblick ein Gedicht!
Nach einem Abstecher über Wisconsin Rapids sind wir dann Richtung Wisconsin Dells (zurück Richtung Süden) gefahren. Unterwegs sind wir noch einem Geheimtipp von unserem Tourguide gefolgt und haben in Babcock in einem kleinen Diner hausgemachte cranberry pie gegessen. Clara und ich hatten cranberry raspberry pie, Christian hat bei cranberry-nut zugeschlagen. War richtig gut und schön säuerlich!
In Wisconsin Dells sind wir dann kurz durch die Stadt geschlendert. Hier gibt es die größten Wasserparks der USA und dementsprechend touristisch ist die Stadt. Hier findet man alles von Indianerschmuck bis hin zu pinken "I love Wisconsin Dells"-T-shirts - natürlich alles made in China. Ist aber sehr lustig anzuschauen.
Zum krönenden Abschluss des Tages sind wir dann nochmal auf einen kurzen hike in den Devil's Lake State Park und haben den Sonnenschein (wir hatten 29°C), die frische Luft und natürlich die Farben des Indian Summer genossen. Wunderschön!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen