Samstag, 11. Dezember 2010

Christmas in Rudolph, WI

Als wir zur Cranberry-Ernte in Wood County waren, habe ich mit Erstaunen festgestellt, dass es dort einen Ort mit dem Namen "Rudolph" gibt. Den Namen hat der Ort vom ältesten Sohn des Gründervaters erhalten; hat also nichts mit unserem Nachnamen zu tun. Nichts desto Trotz haben wir beschlossen da mal hin zu fahren, wenn was geboten ist. Und Anfang Dezember war es dann so weit: Weihnachtsmarkt in Rudolph.
Wir haben uns zusammen mit Simone und Craig (UW-Student, der zufällig aus Rudolph stammt) auf den Weg nach Rudolph gemacht. Nach einer Stunde Fahrt hat es ein bisschen zu Schneien angefangen, wovon wir uns nicht beirren haben lassen. In Rudolph hat es dann sogar schon Schneeverwehungen gegeben, so dass wir als erstes Ziel die Cheese Factory angepeilt haben. Hier konnte man wie durch Schaufenster aus dem Laden in die Produktion schauen und die grossen Becken mit Käsestückchen sehen. Wir haben uns dort mit ganz viel Käse eingedeckt, weil die Preise einfach unschlagbar waren.
Im Anschluss haben wir ein Bild vom Ortsschild gemacht. Hier sieht man schon ein bisschen wie kalt und windig es an dem Tag war.
Und natürlich mussten wir auch noch ein Bild mit mir und dem Rentier machen. Rudolph mit der roten Nase hatte aber wohl gerade Mittagspause als wir da waren. Zum Mittagessen in der Legion (hört sich an wie Heilsarmee und das Essen hat auch so geschmeckt ;-) haben wir uns mit Craig's Eltern getroffen, die gar nicht glauben konnten, dass jemand zum Weihnachtsmarkt nach Rudolph kommt. Nachdem wir den eigentlichen Markt in der Feuerwehrhalle gesehen hatten, konnten wir es selbst auch nicht mehr glauben. Da gab es wirklich nichts zu sehen und es war auch kaum jemand da!
Dafür war im Postamt einiges los, weil man Briefe oder Postkarten mit dem Stempel von Rudolph (dem rednosed rendeer) auf seine Post stempeln lassen konnte. Yippie!
Zum krönenden Abschluss konnten wir dann - Gott-sei-Dank - noch zum Kaffeetrinken auf Craig's farm, wo wir nach einem Rundgang durch die Ställe ein schönes Stück Marzipan-Stollen von Simone verputzt haben.
Um zwei Uhr wollten wir dann wieder ins Auto, um noch vor Einbruch der Dunkelheit in Madison anzukommen. Ins Auto sind wir zwar gekommen, aber vom Hof nicht wirklich. Die Einfahrt war so mit Schnee voll, dass unser Honda direkt stecken geblieben ist. Aber so ein Bauernhof hat ja alles was man braucht...unter anderem auch einen kleinen Bulldog, mit dem man Schnee räumen kann. Im Nu war die Einfahrt frei und wir konnten fahren. Ich war echt froh, dass Christian so ein sicherer Fahrer ist, denn bis zur Interstate (ca. 30 Minuten) ist Christian mehr oder weniger durch aufeinenderfolgende Schneehügel durchgedüst. Bloß nicht bremsen, sonst rutschen wir!
Nach gut 3 Stunden Fahrt waren wir dann wieder in Madison und sind mit ein bißchen Verspätung bei Christian's Firmenweihnachtsfeier angekommen. Wir haben uns erst alle zum Bowlen getroffen und die Arbeitskollegen und "significant others" kennengelernt. das war eine schöne Idee, weil man nicht fix an einem Ort Tisch war und somit jeden mal kurz gesehen hat. Da wir eben etwas später gekommen sind, haben wir auch nur ein Spiel geschafft. das war vielleicht auch besser, weil "mit der Wii sind wir immer besser".
Der Hauptteil der Feier war aber das gemeinsame Abendessen. Dazu mussten wir ein paar Blocks weiterfahren. Im Restaurant waren runde Galatische für jeweils 12 Personen eingedeckt, was einen sehr eleganten Eindruck gemacht hat. Die Runde war sehr nett und jeder Mitarbeiter hat ein kleines Weihnachtspaket bekommen. Das Essen wurde prompt serviert. Im Nachhinein betrachtet vielleicht ein bisschen zu schnell. Es hat ganz hervorragend geschmeckt, aber sofort nach dem Essen sind alle aufgesprungen und nach Hause. Typisch amerikanisch haben wir uns sagen lassen - nach so einem aufregenden Tag war es aber vielleicht auch gar nicht so schlecht, um 22 Uhr zu Hause zu sein.

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