Obwohl Minneapolis nur 4 Autostunden entfernt ist, hat es doch ziemlich lange gedauert bis wir es geschafft haben, den Twin-Cities einen Besuch abzustatten. Nachdem sich die Notwendigkeiten aber aufsummiert hatten, haben wir uns mitten in der Woche entschlossen, den Trip zu starten. Zum Einene hatte Christian ab Dienstag fuur den Rest der Woche eine Schulung in der Nähe, wir hatten einen Groupon für Segway-Fahren in Minneapolis und ich konnte auf diesem Wege auch Lori, eine ehemalige Bürokollegin, bei 3M besuchen.
Nachdem der Beschluss gefasst war, wurde Christian dann sogar noch von der Gebietsleiterin zu einem Hayride für Samstagnachmittag nördlich von Minneapolis eingeladen. Daher sind wir Samstag morgen nach dem Frühstück gemütlich losgefahren und mit einigen Stops rechtzeitig angekommen. Zum Hayride sind wir auf Hauwagen von zwei Pferden durch einen kleinen Wald geschaukelt worden. Danach gab es Hot Dogs, Salate, Äpfel und andere Snacks vom Feuer (oder auch nicht). Es war super die Leute mal kennenzulernen und so einen Hayride mit machen zu können ohne dafür bezahlen zu müssen. Der war nämlich ziemlich langweilig :-)
In der Abenddämmerung sind wir dann zurück nach Minneapolis Downtown gefahren, wo uns Christian auf Hotwire ein tolles Hotel ganz günstig gebucht hat. So haben wir mitten im Zentrum im alt eingesessenen Foshay Hotel. Der Foshay Tower ist ein Wolkenkratzer, der in Anlehnung an das Washington Monument im Jahr 1929 fertig gestellt wurde; nur wenige Wochen vor dem Schwarzen Freitag. Seit 1978 ist es im National Register of Historic Places, weil es so ein tolles Beispiel für die Art Deco Architektur ist. Nach dem Einchecken sind wir los zum Abendessen. Es hatten uns bereits einige Leute vom guten Essen in Minneapolis erzählt, aber wir wollten uns natürlich selbst davon überzeugen...und wurden nicht enttäuscht. In einem schicken mexikanischen Restaurant haben wir uns unsere Guacamole am Tisch zubereiten lassen. In einem Riesen-Mörser wurden die Zutaten gemischt und die Avocado "präpariert" in Stückchen untergehoben. Das ist zwar nicht typisch mexikanisch (ist normalerweise alles püriert), hat uns aber ganz hervorragend geschmeckt. Die Hauptspeiden waren alle etwas ausgefallen in der Kombination, aber ebenfalls ein Hit. Wir waren super zufrieden.
Diese Mall ist die größte der USA und hat wohl fast jedes Geschäft vertreten, das man sich nur vorstellen kann. In der Mitte geht über alle 4 Stockwerke hinweg ein Vergnügungspark für Kinder und dort ist auch ein Riesen-Lego-Park aufgebaut. Das lustigste war wahrscheinlich der Windows-Laden direkt gegenüber vom Apple-Store.Obwohl wir uns nur ganz wenige Läden angeschaut haben, waren wir fast 4 Stunden unterwegs.
Von hier war unsere nächste Station St. Paul's Cathedral in St. Paul, MN. Die Basilika of St. Mary war die erste Basilika in den USA und wurde 1926 von Papst Pius XI. geweiht. Danach sind wir an den Mississippi gelaufen und haben das Naturkunde-Museum besucht. Die Gegend war zur Eiszeit komplett von einem Gletscher bedeckt, so dass sich beim Abschmelzen besonders viele Seen und Flüsse gebildet haben. Der Mississippi ist eines der Relikte dieser Zeit. Wir konnten hier aber so einiges über den Fluß und die Eiszeit lernen. Zusätzlich haben wir uns noch die Vulkanausstellung angeschaut, um ein bisschen besser zu verstehen, was wir dann in Hawaii sehen werden :-)
St. Paul selbst hatte nicht so viel zu bieten, so dass wir zum Abendessen zurück nach Minneapolis gefahren sind. Hier haben wir dann gegenüber von unserem Hotel in einem kleinen indischen Restaurant gegessen. Auch das war ein Glückgriff, den wir haben hier das beste indische Essen außerhalb Indiens bekommen. In Minneapolis kann man wirklich gut essen!Danach mussten wir noch fast zwei Stunden in den Süden fahren, bis ich Christian bei seinem Schulungsort in Rochester, MN abgesetzt hatte. Von hier aus ging es für mich dann alleine heim nach Middleton!

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