Unser Iphone-app-Reiseführer gab uns den Tipp, dass erst in der zweiten Hälfte der Strecke die wirklich atemberaubenden Abschnitte kommen und man daher nicht so viel Zeit zu Beginn vergeuden sollte; d.h. an jedem Wasserfall stoppen und knipsen.
Außerdem hat uns das App ein paar Stellen beschrieben, die nicht sehr bekannt sind, so dass wir schöne Fleckchen oft ganz für uns alleine hatten. Da wir (8:30 am von Pa'ia) aber schon vor den Touristen von der Westküste (9 am von Lahaina) losgefahren sind, haben wir wenige andere Autos gesehen.
Eine 1/2 Meile nach dem Mile Marker 14 haben wir an der Straße angehalten, um nach unten auf Honomanu Bay und das Tal zu schauen. Von hier sieht man außerdem wie sich die Straße im zig-zag um die Bergketten schlängelt.
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| Ke'anae Peninsula |
Unser nächster Stop kurz vor Mile Marker 17 war einer der Geheimtipps: der Ching Pond. Von der Straße führt ein kleiner Weg nach unten zu einem Wasserfall mit Becken. Wir hätten es trotz Erklärung schwer gefunden, hätten wir nicht ein paar Einheimische gesehen, die sich nach einem Bad (oder Cliffsprung) abgetrocknet haben. Die haben uns dann den Weg gezeigt und wir haben den Anblick des Wasserfalls unterhalb einer Brücke ganz für uns alleine genossen.
Kurz vor dem Mile Marker 19 ging es rechts ab zu einem Parkplatz an der Wailua Valley State Wayside. Hier ging es rechts ein paar Stufen auf eine Aussichtsplattform hinauf. Hinter uns lagen die Berge des Haleakala, in der Ferne der Kaupo Gap und darunter ein dicht bewaldetes Tal. Vor uns haben wir das Meer und den Ort Wailua mit Taro-Feldern gesehen. Taro wird normalerweise in Wasserfeldern angepflanzt, die im Hawaiianischen loʻi heißen. Es ist eine Nutzpflanze, von der die stärkehaltigen Rhizome verzehrt werden. (Wir haben gehört, dass die daraus hergestellte Paste geschmacklos bis schlecht schmeckt.)
| Christian zwischen den Upper Waikani Falls |
Nach diesem Abstecher war es schon kurz vor Mittag, so dass wir uns entschlossen hatten bis zum Ende unserer Route zum Kapahulu-Teil des Haleakala National Parks zu fahren, um dort unsere Wanderung in Ruhe machen zu können. Allein während der Fahrt hatten wir aber atemberaubende Aussichten.
In Kapahulu angekommen, hat uns die Rangerin empfohlen erst den Pipiwai Trail zu Laufen, da die Reisegruppen noch alle im unteren Teil des Parks herumlaufen. Der Trail ist einfach ca. 2 Meilen lang und man steigt 650 feet auf. Zuerst geht es durch Wald vorbei an einem sehr alten und damit großen Banyan Tree. Der Banyan wächst auf einem beliebigen Wirtsbaum, der zunächst keinen Schaden nimmt, da der Banyan kein Schmarotzer ist. Er sendet Luftwurzeln aus, die sich mit der Zeit zu einem dichten Netz entwickeln. Haben die Wurzeln den Boden erreicht, kommt es zu einem Wachstumsschub, da die Pflanze nun nicht mehr ausschließlich auf das Substrat, das sich auf dem Wirtsbaum angesammelt hat, angewiesen ist. Mit zunehmendem Wachstum wird der Wirtsbaum erdrückt und stirbt schließlich ab. Durch seine Breite und die vielen "Stämme" sieht der Baum sehr majestätisch aus.
| Aufstieg im Bambuswald |
| Natalie beim Schwimmen im O'heo Gulch |
Der erste Stop auf dem Rückweg war wieder ein Geheimtipp, der sich auch wirklich als solcher herausgestellt hat: keine Menschenseele und ein traumhafter Ausblick am Venus Pool!
Am Mile Marker 48 geht der Weg rechts neben der Brücke durch das Privatgelände der Hana Ranch. Nach wenigen Minuten erhascht man den ersten Blick auf einen Pool, der von einem schwarzen Lavastrand vom Meer abgetrennt ist. Zwar führte der Wasserfall bei unserem Besuch kein Wasser, aber der Pool wird wahrscheinlich auch zum Teil vom Meerwasser bei Flut gespeist. Hier konnte man um den ganzen Berg laufen und immer wieder tolle, wechselnde Ausblicke genießen: türkisblaue Wellen, die sich an grünbewachsenen schwarzen Lavafelsen brechen!
Nachdem wir nun richtig hungrig waren, mussten wir feststellen, dass Hana keine guten Restaurants hatte und alle lunch places bereits geschlossen hatten. Glücklicherweise hatten wir ein kleines Schild an der Straße gesehen, dass Thai Food angekündigt hatte. Die "Kneipe" sah so aus wie ein Kirchen-Kaffee-Ausschank; provisorisch und sehr klein...aber das Essen war unglaublich gut. Für gerade einmal $20 haben wir ein tolles grünes Curry und frittierte Aubergine mit Tofu bekommen.
Unser letzter Stop war der schwarze Sandstrand im Wai'anapanapa Park. Der Strand besteht aus kleinen schwarzen Lavakieselsteinen, die zu einem Teil so klein sind, dass sie aussehen wie Sand. Hier ist die Sonne bereits untergegangen, so dass wir den größten Teil der Strecke bei Nacht zuruuck gefahren sind. Christian hat die Fahrt in den Serpentinen richtig Spaß gemacht... als wir zu Hause angekommen sind war es dann aber trotzdem genug :-)
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